Was bedeutet „relaten“? Bedeutung, Definition, Erklärung
Wer auf TikTok, Instagram, Reddit oder in WhatsApp-Chats unterwegs ist, begegnet dem Wort „relaten“ immer häufiger. Oft schreibt jemand „Ich kann dazu relaten“ oder „Das ist so relatable“. Doch was bedeutet dieser Ausdruck eigentlich?
Kurz gesagt bedeutet „relaten“, dass man sich mit einer Person, einer Aussage oder einer Situation identifizieren kann. Man versteht, wie sich jemand fühlt, weil man selbst etwas Ähnliches erlebt hat. Das Wort beschreibt also Empathie, Wiedererkennen und gemeinsame Erfahrungen.
| Relaten | Sich mit etwas oder jemandem identifizieren können |
| Verwendung | Vor allem in der Jugend- und Internetsprache |
| Herkunft | Abgeleitet vom englischen „relatable“ |
| Typische Situationen | Memes, persönliche Geschichten, Gefühle, Alltagserlebnisse |
Was bedeutet „relaten“? Bedeutung, Definition, Erklärung
Der Ausdruck „relaten“ ist ein Begriff der deutschen Jugend- und Internetsprache. Er wird verwendet, wenn jemand ausdrücken möchte, dass eine Situation oder Aussage besonders nachvollziehbar ist.
Wenn jemand sagt:
„Ich kann dazu relaten.“
bedeutet das:
- Ich kenne dieses Gefühl.
- Ich habe etwas Ähnliches erlebt.
- Ich verstehe genau, was gemeint ist.
Im Mittelpunkt steht nicht nur das Verstehen einer Situation. Viel wichtiger ist, dass man sie selbst erlebt oder empfunden hat. Dadurch entsteht eine persönliche Verbindung.
Deshalb taucht „relaten“ besonders häufig unter Videos, Beiträgen oder Memes auf, die alltägliche Erfahrungen zeigen. Nutzer machen damit deutlich, dass sie dieselben Gefühle oder Erlebnisse teilen.
Bedeutung von relaten / relatieren: Jugendsprache, Jugendwort
In der Jugendsprache hat sich „relaten“ als festes Alltagswort etabliert. Vor allem jüngere Menschen verwenden den Begriff in sozialen Netzwerken, Chats oder Kommentaren.
Das Wort beschreibt eine Situation, in der jemand das Erlebte einer anderen Person nachempfinden kann. Gemeinsame Erfahrungen schaffen Verständnis und oft auch ein Gefühl der Zusammengehörigkeit.
Typische Beispiele sind:
- Prüfungsstress
- Liebeskummer
- Peinliche Alltagssituationen
- Arbeits- oder Schulstress
- Lustige Missgeschicke
- Emotionale Geschichten
Gerade bei humorvollen Inhalten sorgt dieses gemeinsame Wiedererkennen dafür, dass Beiträge besonders viele Reaktionen erhalten.
Woher stammt das Wort „relaten“?
Viele vermuten, dass „relaten“ direkt vom englischen Verb „to relate“ stammt. Das ist jedoch nicht der Fall.
Der deutsche Ausdruck orientiert sich vielmehr am englischen Wort „relatable“. Dieses bedeutet sinngemäß:
- nachvollziehbar
- nachempfindbar
- verständlich
- leicht wiederzuerkennen
Das englische Verb „to relate“ hat dagegen eine andere Bedeutung. Es steht unter anderem für:
- berichten
- erzählen
- verknüpfen
Im Deutschen wurde daraus das Verb „relaten“ entwickelt. Es handelt sich also um eine sprachliche Anpassung, wie sie bei vielen Begriffen aus der Internetkultur vorkommt.
Wann verwendet man „relaten“?
Der Ausdruck passt immer dann, wenn eigene Erfahrungen mit dem Erlebten einer anderen Person übereinstimmen.
Das können große Lebensereignisse sein, aber genauso kleine Alltagssituationen.
Häufige Beispiele:
- Ein lustiges Meme erinnert an den eigenen Alltag.
- Jemand erzählt von Prüfungsangst und man kennt dieses Gefühl.
- Eine Person berichtet über Liebeskummer.
- Ein Video zeigt eine peinliche Situation, die man selbst schon erlebt hat.
In all diesen Fällen signalisiert „relaten“, dass man sich emotional oder persönlich wiedererkennt.
Beispiele für die Verwendung von „relaten“
Der Begriff wird im Alltag unterschiedlich eingesetzt.
Typische Formulierungen sind:
- „Ich kann dazu relaten.“
- „Damit können viele relaten.“
- „Ich relatiere dazu.“
- „Kann echt gut relaten.“
- „Jeder kann relaten.“
- „Das ist so relatable.“
Vor allem in sozialen Medien erscheinen diese Formulierungen häufig unter kurzen Videos oder Beiträgen, in denen alltägliche Situationen dargestellt werden.
Warum wird „relaten“ so häufig in sozialen Medien genutzt?
Plattformen wie TikTok oder Instagram leben von persönlichen Geschichten und kurzen Alltagsszenen.
Je mehr Menschen sich in einem Beitrag wiederfinden, desto häufiger wird er kommentiert oder geteilt.
Der Begriff „relaten“ ist deshalb so beliebt, weil er mit nur einem Wort ausdrückt:
- Das kenne ich.
- Mir ging es genauso.
- Ich verstehe dieses Gefühl.
Dadurch entstehen Gespräche zwischen Menschen, die ähnliche Erfahrungen gemacht haben.
Was kann man alles „relaten“?
Nicht nur Geschichten lassen sich relaten.
Auch viele andere Inhalte können dieses Gefühl auslösen.
Dazu gehören beispielsweise:
- Memes
- Videos
- Alltagssituationen
- Emotionen
- Persönliche Erlebnisse
- Schul- oder Arbeitsstress
- Familiengeschichten
- Freundschaften
- Beziehungen
Entscheidend ist immer, dass eine persönliche Verbindung entsteht.
Fehlt diese gemeinsame Erfahrung, fällt es deutlich schwerer, den Inhalt vollständig nachzuvollziehen.
Warum spielt Empathie beim Relaten eine wichtige Rolle?
Relaten bedeutet mehr als bloßes Verstehen.
Wer wirklich relaten kann, erkennt eigene Gefühle oder Erlebnisse in der Geschichte einer anderen Person wieder. Dadurch entsteht Mitgefühl.
Genau deshalb wird der Begriff häufig bei emotionalen Themen verwendet.
Gemeinsame Erfahrungen können Menschen miteinander verbinden und den Austausch erleichtern. Wer ähnliche Situationen erlebt hat, kann die Gefühle anderer oft besser einordnen.
Unterschied zwischen „relaten“ und „verstehen“
Obwohl beide Begriffe ähnlich wirken, beschreiben sie unterschiedliche Dinge.
| Man erkennt den Inhalt. | Man erkennt sich selbst in der Situation wieder. |
| Eigene Erfahrungen sind nicht notwendig. | Eigene Erfahrungen spielen meist eine entscheidende Rolle. |
| Rein sachliches Verständnis möglich. | Persönliche und emotionale Verbindung steht im Mittelpunkt. |
Deshalb kann man eine Geschichte durchaus verstehen, ohne wirklich dazu relaten zu können.
Was bedeutet „relaten“ auf Deutsch?
„Relaten“ bedeutet, dass man sich mit einer Person, Situation oder einem Gefühl identifizieren und es nachempfinden kann.
Woher stammt das Wort „relaten“?
Der Begriff leitet sich vom englischen Wort „relatable“ ab und hat sich in der deutschen Jugend- und Internetsprache etabliert.
Wann verwendet man „relaten“?
„Relaten“ nutzt man, wenn man ähnliche Erfahrungen gemacht hat und die Gefühle oder Erlebnisse anderer nachvollziehen kann.
Ist „relaten“ ein offizielles deutsches Wort?
Nein, „relaten“ gehört zur Umgangs- und Jugendsprache und ist kein klassischer Begriff der deutschen Standardsprache.
Was ist der Unterschied zwischen „relaten“ und „verstehen“?
Während „verstehen“ nur das Erfassen eines Sachverhalts bedeutet, beschreibt „relaten“ eine persönliche Verbindung durch eigene Erfahrungen.
„Relaten“ ist ein fester Bestandteil der modernen Jugend- und Internetsprache und beschreibt das Gefühl, sich mit einer Person, einer Aussage oder einer Situation identifizieren zu können.
Der Begriff steht für gemeinsames Erleben, Mitgefühl und das Wiedererkennen eigener Erfahrungen. Besonders in sozialen Medien wird „relaten“ häufig verwendet, um Zustimmung oder emotionale Verbundenheit auszudrücken.
Wer die Bedeutung von „relaten“ kennt, versteht viele Kommentare, Memes und Beiträge im Internet besser und kann den Ausdruck im passenden Kontext selbst sicher verwenden.





